Controlling 21

Dr. J. Schuhmacher

vg

Beanspruchung

Beanspruchung ist die Folge inter- und intrapersonell unterschiedlicher Belastungsverarbeitung. (Bokranz, S.200ff.). Neben muskulärer und sozial-emotionaler Beanspruchung existiert auch eine informatorisch-mentale. Beanspruchung ist wie die Ermüdung nicht messbar. Es handelt sich nur um ein hilfreiches theoretisches Konstrukt. Sie ist allerdings indirekt messbar über die Herzschlagfrequenz. Sie liefert somit kein quantitatives, sondern ein qualitatives Ergebnis.

Die klassische Arbeitswissenschaft war ursprünglich besonders auf die physische Belastung und Beanspruchung ausgerichtet. Während hierbei Untersuchungen von Arbeitsphysiologen im Zentrum standen, stehen für die Betrachtungen der Ergonomie im Internet eher psychische Elemente im Vordergrund.

Methoden der Beanspruchungs­messung

EOG: Okueletrische Signale werden besonders bei informatorisch-mentaler Arbeit (EDV) gemessen. Hierbei werden mit horizontalen und vertikalen EOGs die Liedschlussbewegungen untersucht. Die Frequenz erlaubt einen Rückschluss auf die Arbeitsschwierigkeit. (Bokranz, S.212)

Methoden der Beanspruchungs­skalierung

Unterhalb der Dauerbelastungsgrenzen existieren Dauerbehaglichkeitsgrenzen. Sie stellen gewohnte und deshalb akzeptierte Belastungen dar.

Hinweis:

Ermüdung und Erholung

Ein großes Thema der Arbeitswissenschaft ist die Berechnung des Erholungsbedarfes.

Experimentell ermittelte Werte

Jedem Feldexperiment wie auch jedem Laborversuch haften empiriebegründete Mängel an. Besonders bei Feldexperimenten bleibt festzuhalten, dass die Aussagen nicht repräsentativ, nicht verallgemeinerbar sind, weil sie zu spezifisch sind. Laborversuche weisen hingegen Mängel bei situativen Sachverhalten und dem Fehlen der Rahmenbedingungen der realen Arbeitswelt auf.

Grundannahme in der Arbeitswissenschaft: Die ermittelten Werte gelten für ein durchschnittlich leistungsfähiges Personenkollektiv. Individuelle Abweichungen sind immer möglich und wahrscheinlich. So existieren individuelle Maße und Faktoren, wie z.B. die Größe der Männer, Sehschwächen im Alter bestimmter Menschen und kollektive Maße und Faktoren der Benutzerkollektive.

Erkenntnisse zum Erholungsbedarf

Informatorisch-mentale Arbeit lässt sich unterteilen in:

Kombinatorische Arbeit erfordert längere Pausen (über 8 Minuten). Als sinnvoll erwies sich 50 Minuten Arbeit und 10 Minuten Pause. Bei informatorisch-mentaler Arbeit empfiehlt sich eine aktive Pausennutzung mit Gymnastik in den Pausen. Vor allem bei einem Anteil von mehr als 30% informatorisch-mentaler Arbeit sollten Langzeitpausen von 10 Minuten überwiegen.

Vor allem die Pausenregelung ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeitswissenschaft.

Für den Internet-Entwickler ist wichtig zu wissen, dass bei informatorisch-mentaler Arbeit (u.a. Büroarbeit) diese empfohlenen Pausen oft nicht eingehalten werden. Das führt oft zu einer höheren Belastung der Kunden.

Superpositionen von Belastungen

Unter Superposition versteht man: Mehrere Belastungen führen zur Beanspruchung mehrerer voneinander unabhängiger Organsysteme und diese wiederum zur Beanspruchung eines Organsystems ´höherer Ordnung´. Viele informatorisch-mentale Arbeiten bewirken letztendlich eine Beanspruchung des Zentralnervensystems. (Bokranz, S.243). Dies führt zu einer Beanspruchungskumulation.

Unter Adaption versteht man eine Schutzfunktion des Zentralnervensystems vor einer Reizüberflutung der Sinnesorgane durch Reduktion der Daten. (Bokranz, S.246). Gleich bleibende Reize werden hierbei als unwichtig eingestuft und ausgeblendet. Das Gehirn beschränkt sich auf veränderliche Reize. Dies erklärt, warum blinkende Banner viele Personen stören.

Folgendes sollte beachtet werden:

Allerdings wird auch dies bei Arbeiten im Internet nicht immer beachtet, so dass es oft zu einer erheblichen zusätzlichen Beanspruchung kommt.

Stress

Eustress (auch positiver Stress genannt) - Ist als Warnfunktion sinnvoll. Er lässt sich durch Bewegung abbauen.

Distress - ist nicht sinnvoll, weil kein Abbau durch Bewegung (z.B. im Büro) möglich ist.

Stressoren sind Stress auslösende Größen (subjektiv) und somit nicht identisch mit den Belastungen (objektiv).

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